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Erstes Training in Fliegerhorst-Halle

· Royals

Newsbild

Der Wachposten empfängt die Royals gut gelaunt an der Pforte des ausgemusterten Oldenburger Fliegerhorst, der nur knapp einen Kilometer von der Brandruine entfernt ist. Die Schranke geht hoch und die zwölfköpfige Gruppe befährt einen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) fest vorgeschriebenen, 400 Meter langen Weg entlang zweier ausgedienter Jets der Luftwaffe, eines alten Soldaten-Kinos und zahlreicher Mannschaftshäuser. Nur knapp eine Minute später stehen die Basketballer vor ihrer neuen Trainingsheimat. Der erste Eindruck ist durchweg positiv.

Die Heizung in der Halle läuft, von drinnen erklingt das Dribbeln von Bällen und das laute Rufen von Frauen. Die Handballerinnen des BTB trainieren noch, die Royals warten schon auf ihren Trainingsbeginn. Doch zunächst gibt es eine kurze Einweisung von Basketball-Abteilungsleiter Roland "Rollo" Schmidt, der jedem einen Fahrplan zur Sporthalle und Verhaltensregeln auf dem ehemaligen Militärgelände aushändigt. Der eingezeichnete Weg darf aus Sicherheitsgründen nicht verlassen, aber auch nur in Gruppen befahren werden. Das heißt: Für die kommenden Monate ist Pünktlichkeit angesagt. Wer zu spät kommt, darf wieder umkehren. Dieser Umstand ist zwar ärgerlich, aber immer noch besser als kein Training absolvieren zu können.

Es ist 20.30 Uhr. Die Royals können ihre erste Trainingseinheit in der neuen Heimat absolvieren. Die Halle ist in einem guten Zustand - dafür hat die Stadtverwaltung in der vergangenen Woche gesorgt. Unbürokratische Hilfe sicherte Oldenburgs Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner kurze Zeit nach dem Brand zu. Bei der ersten Begehung der Fliegerhorsthalle warf er den 29.8. als Übergabetermin in den Raum - er hielt sein Wort. Dank der schnellen Hilfe, die auch die BIMA zusicherte, können die Royals und viele andere Sportler des BTB nun wieder ihrer Leidenschaft nachkommen. Dafür gilt allen Beteiligten der größte Dank. Da sind auch die nicht optimalen Umstände mehr als verzeihbar.

Text: Philipp Herrnberger